Aktuelles
Berufsinformationstag mit großem Andrang am Berufschulzentrum Nagold
Am Freitag, den 30. Januar 2026, öffnete das Berufsschulzentrum Nagold seine Türen für über 500 Schülerinnen und Schüler zum diesjährigen Berufsinformationstag (BIT). In vier Zeitschienen besuchten Acht- und Neuntklässler aus den umliegenden Schulen das Berufsschulzentrum, um sich über verschiedene Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu informieren.
Nach einer kurzen Begrüßung wurden die Gäste zu den Informationsstationen und Workshops begleitet. Im Werkstattbereich der Rolf-Benz-Schule standen acht bis neun Stationen zur Verfügung. Auch die Annemarie-Lindner-Schule sowie die Kaufmännische Schule beteiligten sich mit eigenen Angeboten. Für eine gute Orientierung sorgten Schülerlotsen aller drei Schulen, die in ihren jeweiligen Schulfarben eingesetzt waren. An der Rolf-Benz-Schule übernahmen diese Aufgabe Schülerinnen und Schüler der Klasse 1BFR1.
Der Berufsinformationstag war geprägt von großem Engagement der beteiligten Lehrkräfte, insbesondere aus dem Werkstattbereich, die mit viel Einsatz zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen. Trotz einzelner Absagen und noch offener Rückmeldungen einzelner Schulen konnte dank flexibler Planung allen Teilnehmenden ein abwechslungsreicher und informativer Tag geboten werden.
Der BIT erwies sich erneut als wertvolle Gelegenheit, jungen Menschen praxisnahe Einblicke in die berufliche Bildung zu ermöglichen und den Kontakt zwischen Schulen zu stärken.
Digitale Elternabende der Agentur für Arbeit 2026
Die Bundesagentur für Arbeit veranstaltet vom 02.03. – 12.03.2026 zum 5. Mal die Digitalen Elternabende.
Der Veranstaltungszeitraum bietet die Chance, Großunternehmen und Branchenvertretungen mit ihren Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten kennenzulernen.
Über 80 Betriebe und Institutionen stellen sich mit den Möglichkeiten für das kommende Ausbildungsjahr 2026 vor.
Berichte von Azubis und dual Studierenden, wie sie es geschafft haben, das Bewerbungsverfahren zu bestehen und wie es ihnen während der Ausbildung/des dualen Studiums ergeht, ergänzen die Vorträge.
Abgerundet wird das Angebot durch Vorträge von Verbänden und Kammern zu den allgemeinen Ausbildungsmöglichkeiten an den ersten beiden Veranstaltungstagen.
Die konkreten Angebote werden unter arbeitsagentur.de/k/digitale-elternabende [Extern] veröffentlicht. Die Teilnahme funktioniert ohne Registrierung, ohne Anmeldung zum jeweiligen Termin über den angegebenen Einwahllink auf der Internetseite!
Vollzeitinformationstag am Samstag, den 31. Januar
Am Samstag, den 31. Januar findet von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr unser Vollzeitinformationstag statt.
Wir informieren über das Technische Gymnasium, die Technischen Berufskollegs und die Zweijährigen Berufsfachschule Metalltechnik.
22 Schüler*innen erwerben internationales AHK-Zertifikat in Dublin
Drei Wochen in Irland haben sich gelohnt: 22 Schüler*innen der Rolf-Benz-Schule, Annemarie-Lindner-Schule und Kaufmännischen Schule Nagold erhielten das angesehene Zertifikat Kauffrau/Kaufmann International (AHK) der Deutsch-Irischen Industrie- und Handelskammer aus Dublin. Einige von ihnen schlossen Teilprüfungen sogar mit der vollen Punktzahl ab.
Während ihres Aufenthalts lebten die Teilnehmer*innen in irischen Gastfamilien und tauchten dort nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell tief in den Alltag des Gastlandes ein. Die Idee brachte Klaus Appelt, Schulleiter der Annemarie-Lindner-Schule in das Schulzentrum ein.
Der Stundenplan war anspruchsvoll und praxisnah: Module wie Entrepreneurship, Globalisation, Business Ethics, Corporate Social Responsibility oder Ireland & EU vermittelten aktuelles Fachwissen zu internationalen Wirtschaftsprozessen. Ergänzend beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem intercultural Business Environment und entwickelten dabei ein besseres Verständnis für globale Zusammenhänge und kulturelle Unterschiede in der Geschäftswelt.
Neben Lehrveranstaltungen erhielten die Schüler*innen vielfältige Einblicke in irische Unternehmen und Institutionen. Exkursionen und Projektarbeiten förderten Teamarbeit, Selbstständigkeit und eine professionelle Anwendung der englischen Sprache im wirtschaftlichen Kontext.
Alle drei Schulleitungen zeigten sich beeindruckt von der Leistung: „Es freut uns, dass Ihr neue Wege gewagt und die Herausforderung angenommen habt. Dass Ihr zudem alle erfolgreich gewesen seid, macht uns stolz.“
Auch die Jugendlichen selbst ziehen ein positives Fazit. Neben der intensiven Vorbereitung auf internationale berufliche Anforderungen seien vor allem die persönlichen Begegnungen, die Gastfamilien und das Entdecken Dublins unvergessliche Erfahrungen gewesen.
Mit dem AHK-Zertifikat erwerben die Schüler*innen nicht nur eine zusätzliche Qualifikation für ihren zukünftigen Berufsweg, sondern stärken auch ihre Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt. So bleibt die Reise nach Dublin ein bedeutender Schritt für die berufliche wie persönliche Entwicklung der 22 jungen Nachwuchskräfte.
Theaterstück „Was heißt hier »Wir«?“
Das Theaterstück „Was heißt hier »Wir«?“ lud am 06.11.2025 die Straßenwärter der Rolf-Benz-Schule auf eine tiefgreifende Suche nach der deutschen Identität ein. Aufgeführt von Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach aus Stuttgart reflektierten die Klassen über unsere Zeit, in der Fragen zu Zugehörigkeit und Identität immer drängender werden. Die Produktion von ‚Eure Formation‘, unter anderem unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, setzt sich mit den zentralen Themen unserer Gesellschaft auseinander.
- Was bedeutet es, Deutsch zu sein?
- Was ist „Undeutsch“?
- Wie beeinflusst die Vergangenheit unsere Gegenwart?
- Wie gestalten wir unsere Zukunft?
Zwei Akteure – Jakob und Leopold – beide ehemalige Opfer des Nationalsozialismus, begegnen aktuellen politischen Positionen und verknüpfen ihre unfreiwilligen Erfahrungen mit den heutigen Herausforderungen und laden zur aktiven Auseinandersetzung ein. In einer Welt, in der Worte oft aus dem Kontext gerissen werden, ist es wichtig, die Grenzen des Sagbaren zu erweitern. Viele Menschen springen auf provokante Äußerungen an, während fundierte Analysen oft fehlen. Diese Instrumentalisierung von Sprache führt dazu, dass wir in einen Zyklus aus Vorurteilen und Missverständnissen geraten. Das Stück fordert dazu auf, aus diesem Zyklus auszubrechen und zurück zu einer echten Auseinandersetzung zu finden. Sprache wird als ein wichtiges Werkzeug der Verbindung und nicht der Trennung betrachtet. Das Konzept des „Wir“ wird als ein Land vieler Stimmen dargestellt, in dem unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen Platz finden. Das Stück thematisiert auch, wie durch Solidarität eine inklusive Gesellschaft entstehen kann. Es wird diskutiert, wie Vielfalt der Kulturen, Chancengleichheit in der Wirtschaft, Zugang zu Bildung, Empathie zu einem echten „Wir“ führen können. Eine zentrale Frage bleibt: Was ist undeutsch? Oft wird die „Mauer in den Köpfen“ der Menschen als Hindernis wahrgenommen. Das Stück ruft dazu auf, diese Mauer niederzureißen, um eine Zukunft zu schaffen, die auf Verständnis und Zusammenhalt basiert.
„Was heißt hier »Wir«?“ ist mehr als nur ein Theaterstück. Es ist ein Aufruf zur Reflexion über unsere Identität und die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren. In einer Zeit, in der Polarisierung und Missverständnisse zunehmen, ist es wichtiger denn je, Brücken zu bauen und echte Dialoge zu führen.