Aktuelles
Reife zeigen – Verantwortung übernehmen: Abi an der Rolf-Benz-Schule Nagold
Auch dieses Jahr waren zahlreiche Gäste der Einladung der diesjährigen Abiturent*innen Rolf-Benz-Schule Nagold gefolgt. Moderiert wurde der Abend von Florian Bitzer, welcher Familienangehörige und Lehrer*innen herzlich im DEKRA Kongresszentrum in Wart begrüßte. Auch der Schulleiter, Herr Dr. Maier, hieß alle zur feierlichen Übergabe der Zeugnisse willkommen und dankte zu Beginn ganz besonders Herrn Oberstudiendirektor Lindner von der Gewerblich- und Hauswirtschaftlichen Schule Horb, der den Prüfungsvorsitz an beiden Tagen des mündlichen Abiturs innehatte. Auch den Tutor*innen, dem Abteilungsleiter, OberstufenberaterInnen und Sekretärinnen dankte er herzlich für die Unterstützung und gewissenhafte Begleitung dieses Prozesses.
Maier brachte zum Ausdruck, dass die Allgemeine Hochschulreife weit über Noten hinausgehe: Sie sei Ausdruck einer persönlichen Reifung und der Entwicklung von Kompetenzen, um sich aktiv und verantwortungsvoll in gesellschaftliche Prozesse einzubringen. Mit Blick auf das Abimotto „A(B)I made by OpenAI“ warb die Rede für einen reflektierten Umgang mit Künstlicher Intelligenz. „Ihr solltet Euch auch die Frage stellen bzw. reflektieren, ob der der Einsatz auch sinnvoll ist. Unterstützt Ihr damit Euren Lernprozess oder verhindert Ihr gar Lernen?“. Nicht nur technische Anwendungskompetenz sei entscheidend, sondern vor allem am Ende auch die Fähigkeit, ethische, gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen zu beurteilen. Dies gelte ebenso für weitere Herausforderungen unserer Zeit. Die Rede würdigte Leistungen der Absolvent*innen sowie das Engagement der Schulgemeinschaft. Am Schluss kam der Aufruf Verantwortung zu übernehmen, Haltung zu zeigen und sich im Sinne Desmond Tutus für das Gute einzusetzen – im Großen wie im Kleinen.
Die Tutorinnen, Frau Gubina und Frau Wanot, sowie der Tutor, Herr Rüdenauer, verabschiedeten sich mit emotionalen und auch sehr persönlichen Worten von ihren Schützlingen.
Das Motto des Schülersprechers „Wir haben es geschafft – und das mit allem, was dazugehört“ ließ Cornelius Schulze gleichzeitig mit Humor und Ernst auf 13 Schuljahre zurückblicken. Übergroße Rucksäcke, Prüfungsstress, Freundschaften – und persönliche Entwicklung. Er betonte, dass das Abitur nicht nur durch Lehrer oder Eltern möglich wurde, sondern vor allem durch den eigenen Einsatz. Er rief dazu auf, künftig mutig, neugierig, ehrlich und engagiert durchs Leben zu gehen. Der wichtigste Lernmoment: Nur wer 100 % gibt, kann es später nicht bereuen. Am Ende stand ein klarer Appell: Stolz sein, feiern – und offen bleiben für das, was kommt.
Für den Elternvertreter Herr Mutz bedeutete das Abitur kein Abschluss, sondern vielmehr ein Übergang: „Eine Tür schließt sich, viele neue öffnen sich“. Er lud alle Abiturent*innen dazu ein, sich nicht von der aktuellen politischen Weltlage entmutigen zu lassen, sondern schloss sich dem Schulleiter in dem Gedanken an, dass es mit dem Kleinen anfinge: „Seid nett zueinander, haltet an den Basics fest, um die Welt zu verbessern. Das Leben wartet nicht – es ist schon da.“
Nach dem offiziellen Teil, in dem alle ihre Zeugnisse und Preise erhielten, begann ein buntes Programm, welches den Abend sehr kurzweilig sein ließ.
Ausstellung der Gesellenstücke
der Schreiner und Raumausstatter
Am Sonntag, den 27.7. findet im Foyer des Berufsschulzentrums eine Ausstellung der Gesellenstücke der Schreiner und Raumausstatter statt.
Die Ausstellung beginnt um 10 Uhr und endet um 16 Uhr.
Am Samstagabend findet statt ab 18:00 die Feierstunde der Schreiner statt.
Absolventenfeier BKFH und BK2
Am Donnerstag, den 10.7.2025, hatte die Rolf-Benz-Schule zusammen mit der Kaufmännischen Schule zur feierlichen Zeugnisübergabe ins Foyer eingeladen.
19 SchülerInnen des einjährigen Berufskollegs zum Erwerb der Fachhochschulreife (1BKFH, gewerbliche Richtung) und 18 Absolventen des Technischen Berufskollegs II (BK2) haben ihre Fachhochschulreife-Zeugnisse an der Rolf-Benz-Schule Nagold erhalten. 11 Schüler des BK2 haben zusätzlich den Berufsabschluss des Technischen Assistenten erworben.
Bei der Verteilung der zahlreichen Preise und Belobigungen, wurde der Schulleiter Herr Dr. Maier von den Klassenlehrern Herrn Spiekermann und Frau Scarpa unterstützt. Es war rührend zu sehen, wie viele Ehemalige, Angehörige, Freund sowie Lehrer bei dieser Feier anwesend waren. Auch im Anschluss an die Feier wurde bei einem gemeinsamen Abendessen über das Miteinander reflektiert und gebührend Abschied genommen.
Allen Absolventen nur das Beste für ihre Zukunft!
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Vincent Ade, Mehmet Bayram, Lukas Binder, Frieder Braun, Luca Brenner, Steve Buscemi, Samuel Cybala, Eray-Eyüp Dede, Erik Egerter (Lob), Julia Emanuel (Lob), Marcus Enßlin, Lenny Hahn, Damiano Horvat, David Kempf, Jennifer Killinger, Joris Mußhafen, Ruben Schaude, Raphael Wurster -
Silas Beck (Lob), Linus Dingler (Lob), Paul Eckert, Benedikt Gaida, Naim Gashi, Mika Grießenauer (Preis), Hannes Herzog, Matthias Kugel (Lob), Jannik Maier, Jannik Moll, Malte Oostendorp, Marc Rapp, Marco Roginic (Lob), Oliver Stein, Meike Stoll, Luca Teufel, Niklas Vogelmann, Olivia Wiebe, Leonie Wössner
Abschlussklassen 2025 der Abteilung 1
Bei der gut besuchten Verabschiedung der Abschlussklassen an der Rolf-Benz-Schule Nagold am Freitag, den 4.7.2025 standen neben der feierlichen Vergabe der Zeugnisse, Belobigungen und Preise, die Zukunftsperspektiven des Handwerks im Mittelpunkt. Abteilungsleiter Konstantin Minch hieß die Gäste herzlich willkommen und gratulierte allen Zimmeren, Schreinern, Maurern und Raumaustattern. Auch die Metallberufe wurden im Foyer verabschiedet.
Schulleiter Herr Dr Maier sowie auch Frau Furhländer von der Akademie an der Hochschule Pforzheim betonten, dass der Handwerksberuf trotz der rasanten Entwicklung Künstlicher Intelligenz nicht an Bedeutung verliert. Vielmehr sei das Handwerk ein stabiler Berufszweig, der von Automatisierung weitgehend unberührt bleibt.
Frau Fuhrländer hob hervor, welche persönlichen Kompetenzen in Zukunft besonders gefragt seien: Belastbarkeit, Kreativität und die Bereitschaft, lebenslang dazuzulernen. Hier handle es sich um Schlüsselqualifikationen für eine erfolgreiche Laufbahn im Handwerk.
Auch von Seiten der Absolventen wurde durch Quentin Sawall ein Grußwort an die Gäste gerichtet. Er gab preis, dass der Zusammenhalt untereinander ihm am meisten in Erinnerung bleiben wird. Herr Rath, Stellvertretender Obermeister der Bau-Innung Calw/Nagold, sprach besonders eindringlich über die Zukunftssicherheit der Branche. „Das Handwerk hat goldenen Boden“, betonte er. Es gebe kaum ein schöneres Gefühl, als die eigene, sichtbare Arbeit am Ende eines Tages in den Händen zu halten – ein Wert, den Maschinen so schnell nicht ersetzen könnten.
Zum Schluss hielten die Abschlussklassen stolz ihre Zeugnisse in den Händen und richten nun den Blick nach vorne in eine spannende Zukunft.
BBNE-Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung
Kooperationsprojekt der Rolf-Benz-Schule und der Universität Heidelberg im Fachbereich Holztechnik – Ausbildungsberuf „Schreiner“
Die zivilisatorischen Einflüsse auf unsere Umwelt werden nahezu täglich in den Medien thematisiert und stellen unbestritten eine große Herausforderung für die Gestaltung unserer Zukunft dar. In diesem Zusammenhang ist ein nachhaltiges Handlungsprinzip der Menschen in ihren gesellschaftlichen Systemen unabdingbar: Heute nicht auf Kosten von morgen leben!
Das Schreinerhandwerk stellt mit der Auswahl der eingesetzten Werkstoffe und der Produktionsabläufe einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung dar. Die Auszubildenden der Rolf-Benz-Schule konnten hierzu durch die Teilnahme an einem Kooperationsprojekt mit dem Institut für Geographie & Geokommunikation der Universität Heidelberg einen wichtigen Einblick in diese Zusammenhänge gewinnen. Im Rahmen der Lernortkooperation zwischen Berufsschule und den Ausbildungsbetrieben gestalten, planen und bauen die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres ein Einzelmöbel. Am 19.05.2025 war dann die Universität Heidelberg mit Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern an der Rolf-Benz-Schule in der Schreinerabteilung zu Gast, um mit den Schülerinnen und Schülern den CO2-Fußabdruck ihres Möbelstücks zu ermitteln.
Zuerst einmal musste der Bezugsort der Werkstoffe geklärt werden, um die Transportwege in die Berechnung einfließen zu lassen. Dazu haben die Schülerinnen und Schüler ein Storytelling ihres Möbelstücks erstellt. Ein Möbelstück wurde beispielsweise mit Holz aus dem eigenen Wald in direkter Nähe zum Produktionsstandort gebaut, für ein anderes Möbelstück hingegen wurde Holz aus der sibirischen Taiga verwendet. Die digitale Ausstattung als Tabletklasse war an dieser Stelle von großem Vorteil, da die Transportwege der Möbelstücke über die digitale Projektionsfläche direkt visualisiert werden konnten. Zusammen mit den Arbeitsstunden zur Herstellung der jeweiligen Möbelstücke konnte dann ein überschlägiger CO2-Fußabdruck berechnet werden. Bemerkenswert an dieser Stelle war die gewonnene Erkenntnis, dass die Wahl der Werkstoffe einen entscheidenden Einfluss auf die Umweltbelastungen hat. Die Schülerinnen und Schüler sind somit nachdenklich aus dem Unterricht herausgegangen und werden zukünftig entsprechende Überlegungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten in ihr Handeln einfließen lassen.
Der Kooperationstag war von der Universität Heidelberg sehr gut vorbereitet, so dass die Schülerinnen und Schüler aktiv und zielgerichtet ihre Möbelstücke bearbeitet haben. Im kommenden Schuljahr soll der Kooperationstag unbedingt wiederholt werden und auch auf die Raumausstatter ausgeweitet werden.