136 Handwerker erhalten Abschlusszeugnisse an der Rolf-Benz-Schule

Viele Schülerinnen und Schüler mit auf dem Schulhofe mit ihren Zeugnissen in der Hand, einige in Kluft

Nagold. Mit einer feierlichen Zeugnisübergabe verabschiedete die Rolf-Benz-Schule Nagold am Freitag, 26. Juni 2026, insgesamt 136 Absolventinnen und Absolventen verschiedener Handwerksberufe. Das sind 97 % der Prüfungsteilnehmer:inenn und damit eine herausragende Erfolgsquote. Neben den erfolgreichen Abschlüssen wurden 51 Belobigungen, 9 Preise sowie 8 KMK-Fremdsprachenzertifikate auf B1- beziehungsweise B2-Niveau überreicht. Ein besonderer Moment der Veranstaltung war die Verleihung des Förderpreises des Fördervereins (VfGN) an den Jahrgangsbesten der Schulart Berufsschule Lukas Neumann. Der angehende Zimmerer schloss seine Ausbildung mit der Traumnote 1,0 ab.

Schulleiter Dr. Maier würdigte in seiner Ansprache die Leistungen aller Absolventinnen und Absolventen und betonte, dass diese unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen erbracht worden seien. Gerade deshalb sei das Gesamtergebnis besonders beeindruckend. Leistungen müssten stets im individuellen Kontext betrachtet werden – sowohl hinsichtlich der persönlichen Ausgangssituation als auch des gezeigten Engagements. Gleichzeitig sprach er den Eltern, Geschwistern, Lehrkräften, Abteilungsleitungen, Sekretärinnen sowie den Ausbildungsbetrieben seinen Dank aus. Deren Unterstützung habe maßgeblich zum Erfolg der jungen Handwerkerinnen und Handwerker beigetragen.

Auch Kreishandwerksmeister Uwe Huber hob in seiner Rede die Bedeutung des Miteinanders im Handwerk hervor. „Der Maurer sorgt für das Fundament, der Zimmermann deckt das Dach und der Raumausstatter richtet das Haus ein“, sagte er und verdeutlichte damit das enge Zusammenspiel der verschiedenen Gewerke.

Stellvertretend für alle Berufsschulklassen richtete Maximilian Schütz das Wort an die Absolventinnen und Absolventen. „Der theoretische Teil unserer Ausbildung ist abgeschlossen. Wir sind aber noch nicht am Ziel angekommen“, sagte er. Besonders hob er die Unterschiede zwischen dem Unterricht im Klassenzimmer und den Anforderungen auf der Baustelle, im Betrieb oder in der Werkstatt hervor. Diese Diskrepanz habe alle immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt.

Schütz unterstrich ebenfalls die unterschiedlichen Lebenswege seiner Mitschülerinnen und Mitschüler. Während einige mit dem Abitur in die Ausbildung gestartet seien, hätten andere einen Hauptschulabschluss mitgebracht, bereits studiert oder erste Berufserfahrungen gesammelt. Trotz dieser verschiedenen Ausgangspunkte hätten alle dasselbe Ziel verfolgt. „Heute können wir sagen: Die erste große Hürde ist geschafft“, und bedankte sich bei allen, die sie auf ihrem Weg unterstützt und begleitet hätten.

Zum Abschluss gab Schulleiter Dr. Maier den Absolventinnen und Absolventen Werte wie Respekt, Toleranz, Gleichheit und Verantwortungsbewusstsein mit auf den Weg. Gerade in einer lebendigen Demokratie komme es darauf an, für diese Grundsätze einzustehen und Verantwortung zu übernehmen.

An der Rolf-Benz-Schule stehen in den kommenden Wochen noch weitere Ehrungen an. So werden die Abschlusszeugnisse der Straßenwärter – der größten Absolventengruppe des Jahres – noch überreicht. Mit besonderer Vorfreude blickt Dr. Maier außerdem auf die Verleihung des Stoberpreises in Karlsruhe in zwei Wochen. Gleich vier Absolventen der Schule werden aufgrund ihrer herausragenden Leistungen mit der renommierte Auszeichnung geehrt.

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